Beim Gleitschirmfliegen frei wie der Wind

Gleitschirmfliegen gehört zu den Sportarten, die von ausgebildeten Fluglehrern unterrichtet werden. Es geht dabei weniger um sportliche Höchstleistungen als vielmehr um das Genießen des Fluggefühls. Nach ersten Trockenübungen in der Ebene wird auf einem flachen Übungshang in Bodennähe geübt. Anschließend steht der erste Höhenflug an. Gleitschirmfliegen ist in Deutschland an über 900 Spots möglich.

Was brauche ich zum Gleitschirmfliegen?

Wenn du dich ohne Motorunterstützung in die Lüfte erheben möchtest, brauchst du zunächst den passenden Gleitschirm. Die mehrere Meter breiten Schirme bestehen aus einer doppelten, beschichteten Nylonhaut, die sich durch den Flugwind zu einem stabilen Schirm aufspannt. Das komplette Equipment passt in einen großen Rucksack und wiegt nicht mehr als 20 Kilogramm. Modelle für Bergsteiger sind sogar nur bis zu zehn Kilogramm schwer. Um das Fliegen zu lernen begibst du dich am besten in die Hände eines erfahrenen Gleitschirmlehrers. Entsprechend ausgebildet wird dieser dich umsichtig an dieses faszinierende Hobby heranführen.

Info:

Wenn du von Flügen ohne Aufsicht durch einen Ausbilder träumst, musst du zunächst einen Luftfahrerschein erwerben. Die Voraussetzung dafür ist ein Mindestalter von 16 Jahren, nach oben hin gibt es keine Altersbeschränkung.

Gleitschirmfliegen – schaffe ich das überhaupt?

Gleitschirmfliegen oder Paragliding gilt unter Flug-Enthusiasten als leicht zu erlernende und mit geringen Sicherheitsrisiken behaftete Luftsportart. Wer sich die grundlegenden Sicherheitsregeln aneignet und diese auch befolgt, kann unvergleichliche Naturimpressionen aus der Vogelperspektive bestaunen und danach wieder sicher landen. Die Anforderungen an deine Fitness sind nicht übermäßig hoch. Nach der Startphase heißt es nicht klotzen, sondern in erster Linie das Gefühl von Freiheit zu genießen. Eine fliegerärztliche Tauglichkeitsprüfung, wie sie etwa zum Fallschirmspringen benötigt wird, ist zumindest in Deutschland nicht notwendig.

So läuft die Paragliding-Ausbildung

In der Regel beginnt die praktische Ausbildung mit Startübungen in flachem Gelände. Wenn die Startabläufe sitzen, beginnst du mit den ersten Übungsflügen mit geringem Bodenabstand. Nachdem du Sicherheit auf dem Übungshang gewonnen hast, kannst du dich zusammen mit einem Fluglehrer zu deinem ersten richtigen Höhenflug aufmachen.

Wo kann ich Gleitschirmfliegen lernen?

Paragliding ist in nahezu jedem Gelände möglich, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Das gilt für alpine und subalpine Gebirgslandschaften ebenso wie für Mittelgebirge und einzelne Anhöhen. Sogar in der Ebene kannst du paragliden, wenn eine entsprechende Seilwinde vor Ort installiert ist. Alleine in Deutschland findest du sage und schreibe 900 Areale, von denen aus du dich hoch in die Lüfte erheben kannst. Aber auch in ganz Europa und weltweit wirst du an vielen Spots von begeisterten Luftsportlern empfangen und in die dortigen Gegebenheiten eingewiesen werden.

Leichter Einstieg zu zweit: Gleitschirm-Tandem

Wenn du dir vor deinen ersten Solo-Versuchen unsicher bist, kannst du den ersten Flug auch in sachkundiger Begleitung absolvieren. Viele Flugschulen und speziell für das Fliegen von Gleitschirm-Tandems ausgebildete Fluglehrer bieten Tandemflüge an. Dabei sitzt der Pilot hinter dir und steuert den Gleitschirm. Du sitzt vorne, hast freie Sicht und bekommst eine ungefähre Ahnung davon, wie ein Solo-Flug sein könnte.

Quellen:

https://www.dhv.de/fliegenlernen/passagierfliegen/

https://www.dhv.de/db3/gelaende/

https://www.jochen-schweizer.de/fliegen-fallen/paragliding-erlebnisse/l/3d9c5

Bild:

https://stock.adobe.com/de/images/parapente-biplaces/284839499?prev_url=detail / Unclesam

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